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Textilbestickung: vom traditionellen Handwerk zur hochmodernen Stickmaschine

28 Dez 2017 6:00

Stickerei wird als die langlebigste, hochwertigste und beliebteste Personalisierungstechnik angesehen. Bestickung hat viele Vorteile, einschließlich der Möglichkeit, auf den meisten Kleidungsstücken und Stoffen verwendet werden zu können. Das Stick-Handwerk gibt es schon seit vielen Jahrhunderten, es hat sich bis in die heutige Zeit immer weiterentwickelt – bis hin zu computergesteuerten Hightech Maschinen.

Bestickung von Arbeitskleidung: Geschichte, Vorteile & Nachteile

Was ist Stickerei bzw. Bestickung?

Die edelste, hochwertigste und beliebteste Form der Textilaufwertung ist das Sticken. Durch die Bestickung von Kleidung kann dieser mehr Individualität verliehen werden. Mit einem gefärbten Garn können moderne Maschinen bis zu 12 verschiedene Farben auf demselben Logo sticken. Durch Computer gesteuert, wird es ermöglicht, ein Kleidungsstück präzise zu gestalten, indem Sie für jede Markierung (Logo oder Text) ein Stickprogramm erstellen.

Die Geschichte der Stickerei

Die Stickerei ist zudem eine der ältesten Formen von Textilveredelung – man findet sie in fast allen Kulturen. Somit blickt das Stickerei-Handwerk auf eine lange Geschichte zurück. Schon aus der Zeit um 5.000 v.Chr. gibt es aus verschiedenen Regionen wie Ägypten, Südamerika oder auch China Funde der Stickerei Kunst. Wo die Stickerei als erstes entstanden ist, kann man aber nicht genau sagen.

In den Anfängen der Stickerei wurden nur ganz einfache Formen wie Rechtecke, Quadrate oder andere geometrische Formen gestickt. Erst später wurden die Motive aufwändiger gestaltet oder sogar Goldfäden und Perlen verwendet. Mit der Zeit erfreute sich dieses Kunsthandwerk immer mehr an Beliebtheit.

Auch auf beispielsweise den Gewändern von römischen Kaisern befanden sich oft edle Stickereien. In mittelalterlichen Klöstern verzierten die Mönche liturgische Gewänder oder sogar in Kirchenräumen verwendete Textilien mit Stickereien. Egal in welche Epoche wir schauen, Stoffe mit Stickereien war stets ein Zeichen des Wohlstands oder diente religiösen Zwecken, denn sie herzustellen kostete viel Zeit und Geld.

Die Entwicklung der ersten Stickmaschinen

Über die Jahrhunderte hinweg gewann die Bestickung von Textilien und Kleidung zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage stieg an. Das zeitaufwändige Handsticken wurde vor allem während der industriellen Revolution durch neu erfundene Maschinen weiter entwickelt und vereinfacht. Mitte des 19. Jhd. entstanden dann so die ersten mechanischen Stick- und Nähmaschinen. Durch die immer fortwährende Weiterentwicklung dieser Maschinen, entstand schließlich ein neuer Zweig in der Textilverarbeitung: das industrielle Sticken.

Das Sticken mit modernen Maschinen

Heutige Stickmaschinen sind elektronisch gesteuert und erbringen Höchstleistungen. Bis zu 1400 Stiche pro Minute sind möglich.  Durch Hightech Software können die verschiedensten Motive und komplexesten Logos detailgenau umgesetzt werden.

Was sind die Vorteile von Stickerei?

Stickgarne zeichnet dank ihrer hohen Strapazierfähigkeit und Temperaturbeständigkeit auch nach vielen Wäschen und täglichem Gebrauch eine besondere Haltbarkeit aus. Insbesondere bei Arbeitskleidung oder anderen stark beanspruchten Textilien ist dieses Qualitätsmerkmal herausragend. Auch Würth MODYF wendet zur Individualiserung von Arbeitskleidung nach Kundenwunsch Sticktechniken an.

Es gibt eine große Auswahl an Farben und Möglichkeiten ein individuelles Logo oder Motiv durch Direkteinstickung zu erstellen. Bei einer Stickerei wird einfach ein spezielles Programm für die Stickmaschine programmiert. Anschließend ist eine Bestickung auf beliebigen Textilien und Positionen möglich.

Wo liegen die Grenzen dieser Methode?

Manche Gewebe oder auch zu feine Stoffe wie z.B. bei einigen T-Shirts, können durch das Durchstechen von Nadeln beschädigt werden. Auch PVC-beschichtete Textilien wie beispielsweise Regenkleidung kann durch Bestickung an Undurchlässigkeit verlieren und Regen und Nässe können eindringen.

Veröffentlicht von Annaleen
Ich bin im Sekretariat von WÜRTH MODYF tätig, der Vermittlungsstelle im Unternehmen. Hier bin ich in alle organisatorischen Abläufe eingebunden und bin Ansprechpartner für Kollegen und Kunden. Mehr über Annaleen erfahren >

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